Das iPad für Einsteiger – Erste Schritte

Das iPad für Einsteiger – Erste Schritte

Geschrieben von in iPad, Tutorials
tagged:

Ein Tutorial für iPad Einsteiger: Welches sind die wichtigsten und nützlichsten iPad-Apps? Welches Zubehör benötige ich? Was sind die Basics für iPad Newbies?

iPad einrichten: Erste Schritte mit dem iPad

Das iPad von Apple steht bei vielen Menschen ganz oben auf der Wunschliste. Das Gerät ist schick, leistungsfähig und leicht zu bedienen, so die Meinung der Experten. Doch bevor man die Apple-Technik benutzen kann, sind einige Schritte zu tun. Gerade für Käufer, die bisher noch kein Apple Gerät ihr Eigen nennen konnten, sind diese neu und etwas anders als das gewohnte Windows Umfeld. Wir erläutern daher im folgenden die ersten Schritte wie man ein iPad in Betrieb nimmt und geben die wichtigsten Tipps zu ganz sicher auftauchenden Fragen.

iPad aktivieren

Beim ersten Anschalten sind erst einmal einige Dinge zu tun, damit man in den vollen Genuss aller iPad Funktionen kommen kann. Einer der wichtigsten Schritte und das Lebenselexier des iPad ist das Interent und die Verbindung zu einem anderen Rechner. Holt man das Gerät aus dem Karton und schaltet es ein, möchte es mit iTunes verbunden werden. Das iPad entfaltet einen Großteil seiner Fähigkeiten erst in Kombination mit dem Programm iTunes. Damit überhaupt Musik, Videos, Fotos, Spiele oder andere Daten auf das eigene iPad gelangen, müssen sie vom Computer an das iPad übertragen werden.

Dieser Vorgang wird “Synchronisation” oder kurz ” Sync” genannt. Dabei gilt die Faustregel: Es ist nichts auf dem iPad, was nicht zuvor in iTunes war. In iTunes speichert und verwaltet man die eigene Musik und Videos. Hier werden auch die Wiedergabelisten erstellt, die bei einem Sync auf das iPad übertragen werden sollen. Außerdem legt man in iTunes fest, welche Inhalte aus anderen Programmen (also zum Beispiel Adressen, Termine oder Fotos) auf das iPad kopiert werden sollen.

Das Programm gibt es in der Version für Mac- und PC Rechner mit Windows-Betriebssystem. Es ist auf der Website von Apple erhältlich und kann kostenlos heruntergeladen werden. Außerdem hat Apple einen Shop integriert, in dem man digitale Inhalte wie Apps, Lieder oder Videos dazukaufen kann. Die ersten Schritte sind also: iPad an den eigenen Computer anschließen, das entsprechende Kabel liegt bei, und anschalten. Startet man nun iTunes auf dem Rechner, wird das iPad erkannt und bietet verschiedene Möglichkeiten der Konfiguration, etwa einen persönlichen Namen oder Synchronisierungsoptionen. Ein angeschlossenes iPad wird in iTunes in der Seitenleiste unter Geräte aufgeführt. Klicken man diesen Eintrag an, zeigt iTunes im Hauptfenster verschiedene Registerkarten, über die dann sämtliche Einstellungen am iPad vorgenommen werden: Übersicht, Info, Apps, Musik, Filme, Fernsehsendungen, Podcasts, iTunes U, Bücher und Fotos dazu später mehr. Als erstes nun die Konfiguration, die mit diesem Screen beginnt.

Danach erscheint auf dem iPad der Startbildschirm und ein Dialogfenster. Dieses erklärt, wie die Oberfläche selbst gestaltet werden kann. Die Aktivierung ist dann abgeschlossen. Es kann vorkommen, dass die Erkennung des iPad am Computer etwas länger dauert. Sollte das iPad nach 10 Minuten nicht in iTunes erscheinen, muss man aktiv werden. Es hilft, den Home-Button zu drücken und so das iPad aus dem Standby-Schlaf zu holen. Alternativ kann man einen anderen USB-Anschluss ausprobieren oder den Computer neu starten. Generell sollten keine Schwierigkeiten auftreten.

Wer keinen eigenen Computer hat, der kann sein iPad übrigens auch im Apple-Shop oder bei authorisierten Fachhändlern aktivieren lassen. Der Vorgang selbst ist vergleichsweise einfach und kann von jedem Apple Einsteiger bewältigt werden.

Wlan einrichten

Das Thema Internet haben wir ja bereits angesprochen. Das iPad entfaltet nur im Zusammenspiel mit ihm seine volle Stärke. Das soll nicht heißen, dass man immer und überall online sein muss, Wifi only reicht unserer Meinung für die meisten User völlig aus. Das iPad ist jedoch gerade Zuhause ein Gerät für das Internet. Die Einstellungen für die Mobilfunk-Verbindung werden in der Regel bereits während der Aktivierung automatisch konfiguriert. Die Wlan-Verbindung muss dagegen manuell eingestellt werden. Stellt jedoch keine wirkliche schwierige Aufgabe dar. Die konkrete Vorgehensweise beschreiben wir hier:

Einfach auf das Symbol Einstellungen und dann auf den Reiter Wi-Fi tippen. Das iPad zeigt nun alle zur Verfügung stehenden Wlan-Netzwerke an. Das eigene Netz auswählen und im erscheinenden Dialogfenster das Kennwort eingeben. Danach nur noch auf Verbinden tippen (zu finden rechts in der Tastatur) und der Zugang zum Internet ist garantiert. Die Zugangsdaten bleiben gespeichert, man muss sie also nur dieses eine Mal eingeben. Dies gilt für beliebig viele Netzwerke, sobald zukünftig ein bekanntes Wlan-Netz erkannt wird, verbindet sich das iPad automatisch damit.
Tipp: Weitere manuelle Einstellungen für den Wlan-Zugang gibt es, wenn man unter “Wi-Fi-Netzwerke” auf den blauen Pfeil hinter dem Netzwerk-Namen tippt. Wer außerdem einen speziell gesicherten VPN-Zugang benötigt, findet das Einrichtungsmenü dazu unter Allgemein –> Netzwerk.

Über den blauen Pfeil hinter dem Wlan-Namen kommt man zu weiteren Einstellmöglichkeiten.

Apps, Musik, Filme und Bücher

Das nächste große Thema, wenn man von iPads spricht, sind die vielen Apps. Mittlerweile gibt es Zigtausend im Apple Store und die Themengebiete und Variationen scheinen schier unerschöpflich. Viele der Apps sind sogar kostenlos. Dennoch erlaubt Apple nicht, sie ohne Registrierung herunterzuladen. Vor dem ersten Download von Apps, Musik oder Videos steht folglich die Einrichtung eines Kontos bei iTunes. Einmal eingerichtet gilt das Konto für alle Services (iTunes als auch App und iBook Store), die Apple anbietet. Alle Einkäufe können auf dem iPad jederzeit wieder kostenlos installiert werden. Eine Übersicht über alle Downloads findet man in der Einkaufsstatistik in seinem iTunes-Konto.

In Verbindung mit iTunes kommen auch Filme in die Cloud. Das bedeutet: Einmal eingekauft, können TV-Episoden und neue Blockbuster in der iCloud abspeichern und jederzeit vom iPad wieder abrufen werden. User ohne Kreditkarte sollten die Einrichtung des Kontos über den App Store vornehmen. Nur dort bietet Apple auch “keine Zahlungsart” als Auswahlfeld an. Zum ersten unverbindlichen Stöbern im Angebot von Apple und einigen Probe-Downloads kostenloser Anwendungen reicht dieser Zugang ohne Zahlungszwang. Die Daten können dann später direkt auf den Geräten über “Einstellungen – Store – Apple-ID anzeigen…” geändert werden.

Für PC User gilt: Das iTunes-Konto kann auch über iTunes am PC eingerichtet und verwaltet werden. Dort bietet Apple als zusätzliche Möglichkeit zu Kreditkarten ein Lastschriftverfahren über den Anbieter clickandbuy an.

Welche iPad Apps sind empfehlenswert

Viele User nutzen ihr iPad wie einen klassischen Computer oder möchten wenigstens alle Attachments sofort öffnen können, die per E-Mail hereinkommen. PDFs kann man entweder mit iBooks öffnen, indem man die PDFs einfach in die iTunes Bibliothek zieht – auch wenn es dort keinen Ordner für Bücher gibt. Nach dem Synchronisieren finden sich die PDFs in der gleichnamigen Gruppe in iBooks. Umblättern ist nicht so schön wie bei ePub-Büchern, aber zum Anschauen reicht es. Ansonsten ist der Goodreader die beste App, auch gerade um PDFs zu kommentieren oder zu bearbeiten.

Die Office Anwendungen Word, Excel oder PowerPoint können nicht direkt geöffnet werden und benötigen Unterstützung. Die drei führenden Apps in der Kategorie Office für iPad, sind ohne Zweifel Pages (Textverarbeitung), Keynote (Präsentation) und Numbers (Tabellenkalkulation). Alle Apps eignen sich zur Darstellung und Bearbeiten von in Office erstellten Dateien. Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien lassen sich problemlos öffnen und bearbeiten. Numbers kann .xls-Dateien (Excel) öffnen und bearbeiten. Pages ist für .doc-Dateien (Word) geeignet und mit Keynote können .ppt-Dateien (Powerpoint) angezeigt und bearbeitet werden. Als Paketlösung wird inzwischen auch Quickoffice Pro für 11,99 Euro angeboten.

Ansonsten können wir auff jeden Fall noch Skype für iPad empfehlen. Die Internet Telefonie macht mit dem iPad Spaß und das große Retina Display und die Kamera sind dafür wie gemacht. Das Feld der Apps und ihre Möglichkeiten ist nahezu unbegrenzt. Benötigt man schnell eine Postfiliale, hilft die App der Deutschen Post. Zu finden sind alle Filialen (mit Öffnungszeiten), Briefkästen und auch Packstationen. Weiterhin kann man seine Sendung tracken, Postleitzahlen suchen und die Portokosten checken.

Gerade am Anfang ratsam sich erst einmal sein eigenes Nutzungsverhalten anzuschauen und ein wenig mit Gratis Apps zu experimentieren. Viele Apps, gerade Spiele, erweisen sich bei näherem Hinsehen als nicht das was man wollte und so kann man schnell viele Euro in den Sand setzen. Hat man sich erst einmal an den Umgang mit iPad und Apps Beschreibungen gewöhnt, so können viele Enttäuschungen vermieden werden.

Erste Tipps und Tricks im Umgang mit dem iPad

Sperren der Bildschirmausrichtung: War der Regler auf der rechten Seite des iPads ursprünglich dazu da, die automatische Displayausrichtung zu sperren, wurde sie mit dem Update auf iOS 4.2 zum Stummschalter. Möchte man jetzt das Bild horizontal oder vertikal feststellen, ruft man per Doppelklick auf den Home-Button die Multitasking-Leiste auf. Hier werden alle aktiven bzw. kürzlich verwendeten Apps gespeichert. Wischt man in dieser Zeile einmal nach rechts, erscheinen die Bedienelemente des iPods und ganz links eine zusätzliche Taste, mit der sich das Bildschirmformat verriegeln lässt.

iPad-Tastatur: Fast alle Tricks, zum Beispiel, dass sich durch Schütteln des iPhones Texteingabe widerrufen lässt, gelten auch fürs iPad. Als Ergänzung dazu noch ein Trick, wie man Umlaute schneller schreibt. Normalerweise ruft ein gedrückt gehaltener Buchstabe ein kleines Fenster mit einer Auswahl von Sonderbuchstaben hervor. Bei Buchstaben wie ö, ä, ü oder auch ß reicht es, den Finger auf o, a, u beziehungsweise s abzulegen und sofort nach oben zu wischen. Statt einem o erscheint dann automatisch ein ö und so weiter.
Möchte man ein geschriebenes Wort korrigieren, hält man es gedrückt. Schon erscheint ein Lupen-Symbol, dass sich zur entsprechenden Stelle im Wort ziehen lässt. Nun kann es einfacher bearbeitet werden.

Ein weiterer Trick, der die iPad-Tastatur betrifft, ist folgender: Tippt man die Leertaste mit mehreren Fingern gleichzeitig an, erscheinen entsprechend viele Leerzeichen wie Finger.

Möchte man ganze Wörter mit Großbuchstaben schreiben, genügt ein gleichzeitiges Tippen auf beide Shift-Tasten links und rechts. Dafür muss in den Einstellungen unter Allgemein > Tastatur noch die Feststelltaste aktiviert werden.

Screenshot erstellen: Um auf dem iPad einen Screenshot zu erstellen, drückt man gleichzeitig kurz auf die Home-Taste und die Standby-Taste. Der Screenshot wird dann in der Fotosammlung gespeichert.

Zusätzliche Apps im Dock: Das iPad hat normalerweise vier Apps in seinem Dock, der untersten Zeile auf dem Homescreen.
Das Dock lässt sich aber um zwei weitere Anwendungen erweitern. Dafür hält man eine App kurz gedrückt. Wenn sie anfängt zu wackeln, zieht man sie einfach ins Dock mit rein. iOS 4.2 enthält zudem auch eine Ordner-Funktion. Zieht man eine App auf eine andere, wird ein Ordner erstellt in dem mehrere Anwendungen gesammelt werden können.

Eigenen Hintergrund erstellen: Hat man im Internet ein schönes Foto gefunden und möchte es als Hintergrund festlegen, hält man das Foto gedrückt und speichert es. Nun geht man in die Einstellungen in den Menüpunkt Helligkeit & Hintergrund und wählt unter Gesicherte Fotos das entsprechende Bild aus. Unter iOS 4.2 lässt sich sowohl für den Sperrbildschirm, als auch für den Home-Bildschirm ein individueller Hintergrund festlegen.

Reset: Für einen Reset nutzt man die gleiche Kombination wie für einen Screenshot, hält die beiden Tasten aber einige Sekunden gedrückt.

Einschränkungen für Apps:
Einige Programme und Funktionen lassen sich auf dem iPad sperren. Möchte man zum Beispiel verhindern, dass jemand anderes auf den Safari Browser zugreifen oder Apps löschen kann, geht man in die Einstellungen unter > Allgemein > Einschränkungen > Einschränkungen aktivieren und gibt einen vierstelligen Code ein. Anschließend wählt man die zu sperrenden Anwendungen aus. Hier lassen sich beispielsweise auch In-App-Käufe verhindern und einzelne Musiktitel des iPods sperren. Eltern können für ihre Kinder Einstellungen vornehmen, dass nur Anwendungen ab einer bestimmten Altersfreigabe geöffnet werden können.