Die wichtigsten Neuerungen unter iOS 6

Die wichtigsten Neuerungen unter iOS 6

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Apple hat zusammen mit dem neuen iPhone auch das finale iOS 6 vorgestellt. iOS 6 gibt es seit dem 19. September 2012 für iPhone 5, iPhone 4 S, iPhone 4, iPhone 3GS, iPad 2 und das neue iPad (iPad 3) kostenlos als Update “Over the Air”. Mit iOS 6 führt Apple das Bedienkonzept von iOS 5 fort, wartet eigenen Angaben zufolge aber mit über 200 neuen Funktionen auf. Leider ist es wie bei jeder neuen Generation, es rutschen auch mit iOS 6 ältere Apple-Geräte von der Unterstützungsliste.

Die Besitzer eines iPad der ersten Generation dürften damit nicht gut auf Apple zu sprechen sein, denn obwohl das Gerät gerade mal zwei Jahre alt ist, bietet Apple für das Ur-iPad nun kein Update auf iOS 6 an. Auf einem iPhone 4 stehen verschiedene Funktionen von iOS 6 nicht zur Verfügung. Beispielsweise fehlt die Kartendarstellung Flyover, die neue Navigationsfunktion oder die Panorama-Funktion der Kamera-App. Eine genaue Übersicht über die Kompatibilität finden Sie in der Tabelle am Ende des Artikels. Für nicht aufgeführte Geräte bietet Apple das Update nicht an. Hier nun die wichtigsten Neuerungen.

Wer sich iOS 6 bereits angeschaut hat, dem werden einige evidente Änderungen aufgefallen sein. Die beliebte YouTube-App ist erst einmal verschwunden und der Ärger um Google Maps ging durch alle Medien. Die Apple eigene Karten-App, die sogar serienmäßig eine Navigationsfunktion mitbringt, sollte einen besseren Navigationsdienst als Google anbieten. Mittlerweile ist klar, dass noch ein gutes Stück Arbeit vor Apple liegt, bis die App voll konkurrenzfähig sein wird.

Zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen

Apple schließt mit dem Update auf iOS 6 auch einige Sicherheitslücken, wie die SMS-Lücke, über die Online-Kriminelle mit gefälschten SMS-Nachrichten Phishing-Angriffe starten können. Weitere Lücken machten es möglich, über präparierte Internetseiten Schadfunktionen einzuschleusen oder Passwörter auszuspähen. Vermutlich werden diese Sicherheitsupdate in Kürze auch für die Apples Geräte angeboten, die iOS 6 nicht nutzen können.

Viel Arbeit an Details von iOS 6

In iOS 6 hat Apple viel an den gängigen Standardfunktionen verbessert. So wurde nun eine weiße Wähltastatur mit schwarzen Ziffern eingeführt. Sehr interessant ist eine neue Funktion, mit dem Namen „Nicht stören“. Hier kann der Nutzer einen Zeitraum festlegen, in dem er nicht durch Anrufe gestört werden will. Damit wichtige Personen dennoch durchkommen, lässt sich eine Favoritenliste mit Telefonnummern anlegen, die von der Blockade ausgenommen sind. Grundsätzlich können eingehende Anrufe nun beim Ablehnen mit einer vorab konfigurierbaren SMS beantwortet werden. So kann der Nutzer zum Beispiel per SMS einen baldigen Rückruf ankündigen.

Bei Mail kann der Nutzer jetzt VIP-Listen anlegen, sodass E-Mails von wichtigen Absendern besonders prominent angezeigt werden. Der Webbrowser des iPhone 5 sichert neuerdings komplette Internetseiten und nicht nur die Links in der Leseliste. So kann die gespeicherte Internetseiten auch offline gelesen werden. Ein neuer Vollbildmodus stellt Seiten komplett ohne Browser-Rahmen dar.

Auch der Sprachassistent Siri hat in iOS 6 einiges dazu gelernt. So kann der Nutzer jetzt nach Spielergebnissen der Fußballbundesliga fragen, einen Tisch in Restaurants reservieren und Anwendungen per Sprache starten. Auch das Diktieren von Facebook-Statusupdates ist möglich. Besitzer älterer iPhones oder iPads schauen allerdings in die Röhre, denn Siri funktioniert auch unter iOS 6 nur auf dem iPhone 4S und iPhone 5 sowie dem neuen iPad.

Neue Apps in iOS 6

Ganz neu in iOS 6 ist Passbook. Mit dieser App können iPhone-Nutzer Bordkarten, Kinokarten, Coupons, Kundenkarten und andere Karten digital und zentral an einem Ort verwalten. Kino- oder Konzertkarten können beispielsweise online gekauft und in die App geladen werden. Am Eingang des Kinos hält der Nutzer einfach das iPhone-Display mit der Eintrittskarte unter einen Scanner. Beim Einchecken am Flughafen soll Passbook auch Änderungen des Terminals anzeigen können. Dazu müssen die Systeme der entsprechenden Betreiber natürlich Passbook unterstützen. In Deutschland bietet die Lufthansa bereits Bordkarten für Passbook an.

Für viele User sicherlich interessant ist, dass Apple nun neben Twitter auch Facebook ins Betriebssystem integriert hat. Der Nutzer kann somit ganz einfach aus der Fotosammlung direkt Bilder über das soziale Netzwerk mit anderen teilen oder Statusmeldungen über Apps austauschen. Hat eine Person in der Kontaktliste auch ein Facebook-Profil, werden auf Wunsch Informationen aus dem Profil in die Kontaktinformationen auf dem iPhone oder iPad übernommen.

Datenschutz an zentraler Stelle

Ein wichtiges Thema und inter iOS 6 gut gelöst, wurde das Thema Sicherheit & Datenschutz. Diese Einstellungen wurden alle in einem Menüpunkt gebündelt, von dem aus alle Einstellungen für Dienste wie den Ortungsdienst, Kontakte, Kalender, Fotos oder Bluetooth, aber auch Facebook und Twitter verwaltet werden. An dieser Stelle wird auch sichtbar, welche Drittanbieter-Apps auf Facebook oder Twitter zugreifen. Beim Ortungsdienst kann der Nutzer einstellen, welche Apps diesen nutzen dürfen.
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